Gehorsam

Gehorsam

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Immer wieder frage ich mich in der letzten Zeit, wie es sein kann, dass ein erwachsener Mensch in unserer Gesellschaft nichts hinterfragt, oder dass es ihm schlicht egal ist, was mit ihm und seinen Mitmenschen passiert. Wie es sein kann, dass sich erwachsene Bürger Erziehungsmaßnahmen von Regierungen einfach so hinnehmen ohne sie zu überprüfen.

Letzte Nacht hatte ich die Eingebung, warum die Masse sich das gefallen lässt. Es passiert zwar gerade überall auf der Erde, in fast allen Nationen, aber ich beschränke mich hier nur auf unser Land.

Man hat uns hier schon lange dazu erzogen, das zu tun, was uns sogenannte Autoritäten vorgeben, was sie befehlen. Wir glauben schon seit Generationen, dass wir nicht die Verantwortung für uns übernehmen können, dass wir zu dumm sind, um über uns selbst bestimmen zu können. Man hat uns erfolgreich lange genug eingetrichtert, dass wir uns immer an die Anweisungen von „oben“ halten sollen, sei es ein Gott, ein sog. selbst ernannter Gottesvertreter, eine Regierung, ein Akademiker wie Arzt und Lehrer etc. Wir haben uns über Generationen hinweg zu kleinen Kindern machen lassen, die von den Eltern gesagt bekommen müssen, was sie zu tun und zu lassen haben. Man hat uns völlig schizophrene Verhaltensweisen beigebracht, die wir pflichtschuldigst übernehmen. So kam es jetzt auch, dass die Masse alle Maßnahmen die eine Regierung beschließt ohne zu hinterfragen gehorsam erfüllt. Es geht sogar soweit, dass sie die wirklich irrwitzigen Maßnahmen verteidigen und andere Menschen, die hinterfragen und vorher prüfen, bevor sie sich etwas aufdrängen lassen, denunzieren. Mir kommen diese Menschen wie Kindergartenkinder vor, die bei Mama oder der Erzieherin petzen, wenn ein Kind es wagt aus der Reihe zu tanzen und nicht zu gehorchen. Diese Menschen mögen vom Alter her erwachsen sein, aber in Wirklichkeit sind es kleine Kinder geblieben, die andere für sich denken lassen. Noch nicht mal Kinder tun das, sondern löchern die Erwachsenen mit Fragen. Diese „erwachsene“ Masse handelt sogar in vorausschauendem Gehorsam, als würden sie dafür Bonuspunkte von unserer Kanzlerin bekommen. Aber zum Glück fangen jetzt doch ein paar Menschen an zu hinterfragen und bemerken, was sie hier gerade mit sich machen lassen.

Ich denke wirklich, dass man uns über die Jahrtausende hinweg (seit ca. 5000 Jahren) zu gehorsamen Lemmingen erzogen hat und das alles begann mit dem Aufstreben des Patriarchats und deren monotheistischen Religionen. Die Hierarchie kommt aus dem männlichen Prinzip und so erschuf der Mann zuerst einen Gott (vorher waren es Götter, was natürlich auch hierarchisch war), der ihm Befehle und Gesetze gab (was natürlich die Befehle und Gesetze von selbst ernannten Vertreten Gottes waren) und dann ernannten die Männer andere Männer zu Kaisern, Königen, Herzogen usw. um diese selbst erschaffenen Gesetze durchzusetzen. Zuvor haben Menschen die längste Zeit ihres Daseins nach den Naturgesetzen gelebt. Seit ca 5000 Jahren also, lebt der Mensch nach den Gesetzen des Mannes, nach seinem Prinzip und dementsprechend hierarchisch. Der Mann hat sich vom weiblichen Prinzip gelöst und ein duales Weltbild erschaffen. Er wollte sich die Natur untertan machen und nicht mehr nach deren Gesetzen leben. Seither zerstört der Mensch die Natur, beutet er sie aus, lebt hierarchisch, unterdrückt die Weiblichkeit und wurde immer degenerierter.

Es ist also im Grunde wenig verwunderlich, dass der normale Mensch, also jener der der Norm entspricht, ein Mitläufer ist, ein Untertan, ein Sklave. Er hat sich selbst dazu gemacht und es mit sich immer und immer wieder machen lassen. Wenn wir dieses patriarchale System nicht ablösen, wird es so weiter gehen, bis der Mensch nicht mehr existiert. Wir müssen erkennen, dass wir selbst verantwortlich sind für das was gerade geschieht und diese Verantwortung nehmen und mit ihr das System komplett umwandeln. Wir müssen uns an den Naturgesetzen orientieren und das natürliche polare Weltbild begreifen und leben und das künstliche duale Weltbild damit ersetzen. Wir benötigen ein weibliches kollektives Bewusstsein, in dem es keine Hierarchien gibt, wir müssen verstehen, dass alle Gegensätze sich gegenseitig brauchen und sie nicht voneinander getrennt sind, dann begreifen wir auch die Ganzheit der Erde und der Natur. Es gibt nichts auf der Erde, was einen höheren Wert besitzt, als das Leben an sich. Es gibt keinen Menschen der das Recht hat, sich über andere zu erheben und es gibt keinen Gott, sondern alles ist göttlich auf dieser Erde. Solange wir immerzu andere und anderes zu etwas Höherem als uns selbst machen und wir uns wiederum über die Natur erheben, solange haben wir nichts begriffen und es geht immer weiter so und der Mensch wird noch viel Leid erfahren müssen.

Hinterfragt einmal alles, was ihr über euch selbst stellt und in wie weit ihr euch über anderes Leben und über die Natur erhebt. Erkennt was es bedeutet und welche Konsequenzen es hatte und hat, an alten (5000 Jahre) Mustern und Strukturen festzuhalten. Erkennt, dass es nun an der Zeit ist, ein völlig anderes und ein natürliches System zu erschaffen bzw. das was uns die Natur vorgibt zu leben.

©Jutta Velten

Jutta

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